Raiffeisenstraße 5, 86568 Hollenbach / Tel. 08257 1616
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Zeit Abschied zu nehmen – Letzter Auftritt von „Burki“ und „Zwecke“

Am Samstag empfängt der TSV Hollenbach ab 14 Uhr an der Raiffeisenstraße in seinem letzten Saisonspiel den FSV Pfaffenhofen. „Abschied nehmen“ dürfte der passende Leitspruch rund um die Partie gegen den Tabellenzweiten lauten. Dabei wird weniger der seit vergangenem Wochenende nach der 0:3 Niederlage in Sonthofen feststehende Abschied, respektive Abstieg, aus der Landesliga für Emotionen sorgen, als vielmehr der letztmalige Auftritt des langjährigen Spielertrainerduos Christoph Burkhard (Laufbahnende) und Daniel Zweckbronner (Trainer DJK Lechhausen) im TSV-Trikot. Ebenfalls ihre finale Partie für den TSV Hollenbach bestreiten die Abgänge Michael Schäfer (TSV Schwaben Augsburg), Samuel Higl (FC Affing), Lukas Falk (SV Thierhaupten) und Philipp Baier (Co-Trainer DJK Lechhausen). „Ziel war es eigentlich schon, für den letzten Spieltag eine Situation zu schaffen, in der es noch um etwas geht. Das ist uns leider nicht gelungen.“, blickt Burkhard etwas wehmütig auf das Saisonfinale. „Wir möchten uns dennoch anständig verabschieden und im letzten Spiel nochmals alles geben.“ Die ganze Woche schon begleite ihn ein komisches Gefühl, so der 41-jährige: „Die letzte Trainingseinheit, das letzte Spiel… Das wird sicher nochmal eine emotionaler Nachmittag.“ Burkhard wechselte in der Winterpause der Saison 2018/19 aus Pipinsried zurück zu seinem Heimatverein, wo er zunächst Co-Trainer von Christian Adrianowytsch war und ab Sommer 2020 mit Daniel Zweckbronner, der aus Mering ins Krebsbachtal wechselte, ein gleichberechtigtes Duo bildete. Nach nun mehr sechs Jahren im Amt, endet das Engagement nach der heutigen Partie für beide. „Sechs Jahre ist heutzutage eine lange Zeit als Trainer. Dafür sind wir dankbar, vor allem weil der Verein uns in jeder Situation unterstützt hat und mit uns durch Höhen und Tiefen gegangen ist.“, sagt Burkhard, der nur wenige hundert Meter vom TSV-Sportgelände entfernt wohnt. Die schwierigste Zeit erlebten er und Zweckbronner (35) in der Saison 2023/24. Nachdem man zuvor aus der Landesliga abgestiegen war, konnte erst am vorletzten Spieltag der Klassenerhalt gesichert und damit der zweite Abstieg in Serie verhindert werden. Titel sammelten sie wiederum mit zwei sensationellen Bezirksligameisterschaften, wobei sich beide einig sind, das der Triumph in der Saison 2021/22 nochmal eine besonderere Note hatte. „Niemand hatte uns auf dem Zettel. Wir hatten viele junge Spieler in der Mannschaft und wollten am Saisonende eigentlich nur im gesicherten Mittelfeld landen.“ Zweckbronner bleibt vor allem die ausgelassene, tagelange Meisterfeier in bester Erinnerung. Obwohl als Spielertrainer nach Hollenbach gewechselt, absolvierte er in sechs Jahren nur 43 Pflichtspiele für die Rot-Weißen. Neben vielen kleineren Blessuren, zog sich der Familienvater beim TSV einen Kreuzbrandriss und einen Achillesehnenriss – den zweiten in seiner Laufbahn – zu. Dennoch kämpfte er sich immer wieder zurück. „Mein Sohn Max kennt mich nur beim TSV Hollenbach. Er ist mit dem Abschied überhaupt nicht einverstanden.“, berichtet der Augsburger, den zu den Heimspielen in Hollenbach oft eine zweistellige Zahl Familienangehörige und Freunde begleiteten. „Klar hätten wir uns gerne mit dem Klassenerhalt verabschiedet, aber sowohl der Verein, wie auch die Mannschaft können mit der Situation umgehen.“ Zweckbronner glaubt vielmehr, dass ein Umbruch jetzt zu rechten Zeit kommt. „Das Miteinander von Burki und mir hätte besser nicht sein können. Ebenso die langjährige Zusammenarbeit mit der Abteilungsleitung, hier vor allem Bernhard Fischer, das hat perfekt harmoniert. Aber jetzt übernehmen andere fähige und motivierte Leute das Ruder.“ Mit Fatih Coşar der vor zwei Jahren als Co-Trainer zum TSV stieß und das Duo perfekt ergänzte, steht der neue Übungsleiter ab Sommer längst fest. Mit Thomas Högg ist seit vergangenem Januar ein neuer Abteilungsleiter im Amt. Die Weichen beim TSV Hollenbach sind also gestellt. Högg dankt den beiden scheidenden Coaches nochmals vor ihrem letzten Auftritt: „Beide sind hervorragende Charaktere, die sich immer durch absolute Loyalität zum Verein und außergewöhnliche Einsatzbereitschaft ausgezeichnet. Sie haben eine Ära beim TSV mitgeprägt und sind immer herzlich willkommen.“  

Die Gäste aus Pfaffenhofen haben im Rennen um Platz zwei, der zur Aufstiegsrelegation berechtigt, die aussichtsreichste Position. Denn aktuell belegt die Elf aus dem Nachbarlandkreis mit 61 Punkten eben jenen Tabellenrang und hat einen Zähler Vorsprung auf die drei Verfolger aus Sonthofen, Rain und Illertissen (jeweils 60). Mit einem Sieg würden die Oberbayern sich also definitiv für die Relegationsrunde qualifizieren. 

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